07.12.2018  

{Rezension} Henriette und der Traumdieb von Akram El-Bahay

                  Hardcover: 400 Seiten                             Verlag: Ueberreuter (17. Februar 2017) 

                  Genre: Kinderbuch                                    ISBN: 978-3764151126

                  Preis: HC - 14,95€ ebook - 12,99 €
Keiner träumt wie Henriette. Jeden Morgen erinnert sie sich klar und deutlich an die Abenteuer der vergangenen Nacht – sogar herbeiwünschen kann sie ihre Träume. Doch eines Tages ist alles anders. Jede Spur an den letzten Traum ist wie ausradiert. Ein Traumdieb hat zugeschlagen! Entgegen aller Warnungen beschließt Henriette, den Dieb zu suchen und zur Rede zu stellen. Ihr Weg führt sie durch schöne und böse Träume, in die heiße Wüste, in den finsteren Wald der Alben und zu einer Tür, hinter der etwas Schreckliches lauert …

Die Aufregung war groß in dem kleinen Haus am Ende der Straße.

Als Henriette und ihr Bruder Nick die Weihnachtsferien bei ihrer Großmutter verbringen, muss sie feststellen, dass sie sich eines Morgens nicht mehr an ihre Träume erinnern kann. Dabei konnte sie sich doch bisher an all ihre nächtlichen Abenteuer erinnern. Zusammen mit Nick und ihren Traumwesen, begibt Henriette sich auf die Suche nach den Dieb.

Zusammen mit einem personalem Erzähler folgt der Leser Henriette und ihren Bruder, bekommt Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle. Der Schreibstil war dabei kindgerecht und schön zu lesen.
Die Vorkommnisse in den menschlichen Köpfen, sobald die Nacht einbricht, wurden auf eine schöne und faszinierende Art beschrieben und die Welt, die dadurch entstand war unerschütterlich und doch so wandelbar. So gab es feste Orte die in jedem Kopf zu finden waren, doch nie gleich aussahen. Bei der Vielfalt an Möglichkeiten bezüglich der Schauplätzen, hätte ich mir bei Henriettes Traumwelten eine größere Abwechslung gewünscht.

Charaktere

Henriette schien auf den ersten Moment wie ein junges Mädchen, das genau weiß was sie will - und das war sie auch. Dabei war sie jedoch ungemein von sich eingenommen und überheblich. Zum anderen war sie oft unfreundlich und hielt sich offensichtlich für etwas besseres. Auch zu ihren Traumwesen war sie häufig harsch und unfreundlich. Und wenn jemand etwas sagte, dass ihr nicht gefiel, so reagierte sie trotzig. Umso weiter die Geschichte fortschritt, desto weniger konnte ich sie leiden.

Ihr Bruder Nick dagegen war ausgeglichener und ein toller Begleiter in den Traumwelten. Neugierig schaute er sich alles im Kopf seiner Schwester an. Außerdem hatte er ncht nur einmal den richtigen Riecher und konnte die Lage korrekt einschätzen. Mit ihm kam ich weitaus besser zurecht, als mit seiner Schwester.

Auch die Traumwesen, die regelmäßig auftauchten waren schön gestaltet, wenn es auch sehr wenige waren, lässt man die Albtraumwesen außen vor.

Sehr abenteuerliche Geschichte über die nächtlichen Vorkommnisse in den Köpfen der Menschen. Bis auf Henriettes Charakter gefiel mir das Buch wunderbar.
Akram El-Bahay hat viele Jahre als Journalist gearbeitet und schreibt nun mit Vorliebe Bücher, die ebenso märchenhaft wie fantastisch sind. Nicht selten finden sich in ihnen orientalische Motive – ganz so, wie es sich für Geschichten eines Halbägypters gehört. Für sein Debüt erhielt er 2015 den Seraph. »Henriette und der Traumdieb« ist sein erstes Kinderbuch.
©Ueberreuter Verlag

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Kommentare:

  1. Huhu Denise,

    das Buch habe ich gerade von einer Freundin geschenkt bekommen und bin dann mal sehr gespannt, wie ich mit Henriette klar komme. :D Grundsätzlich mag ich das Thema Träume sehr gerne.

    LG Alica

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    1. Ich wünsch dir viel Spaß mit dem Buch! Und hoffe, dass dir Henriette besser gefällt als mir. :)
      Liebe Grüße
      Denise

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  2. Hey Denise,

    Schön, dass dir der Roman von Akram El-Bahay so gut gefallen hat. Dieses Buch habe ich noch nicht gelesen, aber seine anderen Romane, die bei Lübbe erschienen sind, liebe ich.Schade, dass dir die Traumwelten zu wenig abwechslungsreich waren. Hier könnte ich mir tatsächlich vorstellen, dass es daran liegt, dass es ein Kinderbuch ist.
    Und ich merke gerade, dass ich zu viel auf twitter rumhänge. Es ist sicher nicht bös vom Überreuter-Verlag gemeint, aber der Text zu Akram El-Bahay geht ja mal gar nicht. Den Zusatz „so wie es sich für einen Halbägypter gehört“ finde ich ganz extrem daneben. Als ob er keine Bücher mit anderen Motiven schreiben dürfte.

    LG, Moni

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