22.10.2020  

{Rezension} Wonderland von Christina Stein

    

                    Taschenbuch: 384 Seiten                           

                    Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch (15. Juli 2011)

                    Genre: Jugendbuch, Thriller                                     ISBN: 978-3733502935

                    Preis: TB - 10,00 €, eBook - 9,99 €

Sie machen eine Reise ins Paradies. Und landen in der Hölle auf Erden.

Thailand. Sonne, Palmen, die ganz große Freiheit! Doch als Lizzy am Morgen nach einer Strandparty aufwacht, ist sie gefangen. Mitten im Dschungel, mit ihren besten Freunden – und mit Jacob. Jacob, den keiner von ihnen richtig kennt, und der sie auf diese verdammte Party eingeladen hat. Nur wegen ihm sind sie in einem Reality Game gelandet, in dem es ums blanke Überleben geht. Wer sind die Player in diesem Spiel? Was haben sie vor? Und welche Rolle spielt eigentlich Jacob? Lizzy weiß nur eines: Die Gruppe muss bis morgen entscheiden, wer von ihnen das nächste Opfer sein soll …

Es ist ein Ort, den man nur einmal im Leben betritt.


Von der Traumreise um die Welt, in die Hölle im Dschungel Thailands.
Als Jacob Liz und ihre Freunde in die Villa seines Onkels einlädt sind alle hellauf begeistert. Ein Wochenende außerhalb des Hostels, tun und lassen was man will. Doch Liz und ihre Freunde finden sich plötzlich in einem grausamen Spiel um ihr Leben wieder, eingesperrt hinter hohen Betonmauern, mitten im Dschungel. Ehe sie wissen wie ihnen passiert, sollen sie einen von sich Opfern.

Abwechselnd erzählen Liz und Jacob die Geschichte aus ihrer Sicht, manchmal auch einer der Täter. Der Wechsel wird nicht kommentiert und passiert einfach so und oftmals fiel erst später auf, wer gerade am erzählen war. Der Schreibstil war in Ordnung, allerdings verloren sich die Erzählungen in Nebensächlichkeiten, vieles wurde immer und immer wiederholt.
Die Idee und was hinter der Entführung der Jugendlichen steckte, war im Größen und Ganzen recht interessant, aber die Umsetzung alles andere als gelungen. Das gesamte Konstrukt war nicht zu hundert Prozent ausgearbeitet und eine wirkliche Spannung baute sich auch nicht auf. Im "Wonderland" passierte rein gar nichts, außer, dass sie sich gegenseitig opfern sollten, dazwischen weinten die Mädchen kontinuierlich und zwischen Liz und Jacob gab es Annäherungen. Besonders in seinem Fall waren die alles andere als verständlich, da er sich eigentlich Sorgen um seine Schwester machte.

Charaktere

Die Charaktere sind allesamt völlig übertrieben, unnatürlich und unglaubwürdig. Allem voran die beiden Protagonisten Liz und Jacob. Sie bemitleidet sich und ihr altes Leben die ganze Zeit, während er die meiste Zeit über sein Qi redet. Beide kommen aus privilegierten Verhältnissen und sind fernab eines "normalen" Lebens aufgewachsen, besonders Jacobs Alltag war absurd. Ich kam mit beiden nicht zurecht, weil es sich alles einfach unnatürlich anfühlte, Liz war zudem super nervig und unsympathisch.

Die restlichen Freunde der Gruppe bleiben größtenteils unwichtig, sind zum Teil ebenfalls unsympathisch und keinesfalls gute Freunde, einzig Amelie und Ben haben positive Charakterzüge.

Die Grundidee ist zwar interessant, aber die Umsetzung alles andere als gelungen. Zudem sind die Protagonisten unglaubwürdig und unsympathisch.
Christina Stein, geboren 1978 in Bonn, studierte Archäologie und Kunstgeschichte und arbeitet im Marke­ting einer großen Firma. Für ihre Kurzge­schich­ten und ihr Ro­man­debüt wurde sie mehrfach aus­gezeichnet.
©Fischer Verlage

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