25.06.2020  

{Rezension} Symphonie der Stille von Manuel Hirner

                  Taschenbuch: 368 Seiten               Verlag: A. Fritz Verlag (17. Januar 2020) 

                  Genre: Fantasy                                 ISBN: 978-3944771304

                  Reihe: 1 von ?                                  Preis: TB - 16,95, eBook - 5,99 €

Symphonie der Stille ist der erste Band der "Symphonie der Stille" Reihe.
Mit Klick auf's Cover kommt ihr zur jeweiligen Rezension, soweit erschienen.

  
Traurig, heiter, drohend. Schnell und langsam, tragend und fallend. Der taube Junge Luctu erlebt seine Welt im Niedergang, denn der Urzeitmolch Cudu und Anker der Realität ist in tiefen Schlaf versunken. Mit jedem Vollmond vergrößert sich die Traumzone, ein Gebiet um die Höhle des Molches, in dem alles bestehende Leben zu sterben beginnt – und neuen Kreaturen Platz macht. In einer Zeit, in der die bewohnbare Welt auf einen Bruchteil zusammengeschrumpft ist, folgt Luctu einem trügerischen Versprechen und der Hoffnung auf ein Ende der Traumzone.

Traurig, heiter, drohend. 

Ohne seine Eltern macht sich der junge, taube Luctu auf den Weg nach Nohuri, der letzten großen Stadt in der Nähe der Traumzone, die alles zu verschlingen droht. Dort will er sich dem Musiker Alerio anschließen und gegen die Zone ankämpfen, auch wenn er nicht viel ausrichten kann. Doch das Schicksal sieht etwas anderes für den Jungen vor und so steht Luctu schon bald im Mittelpunkt einer gefährlichen Reise mitten in die Traumzone.

Ein personaler Erzähler folgt dem Protagonistin und einigen anderen Charakteren. Der Leser erhält dadurch Sicht auf die Geschehnisse aus unterschiedlichen Winkeln und Lagern. Der Schreibstil war bildlich und sehr angenehm und flüssig zu lesen. 
Der Weltenaufbau war zunächst nicht ganz klar, setzte sich jedoch nach und nach zusammen, aus den Geschichten der Charaktere oder den Geschehnissen. Obwohl am Anfang nicht sofort ersichtlich, kam ich mir nie verloren oder verwirrt bei den Erklärungen vor. Die Völker und Wesen waren interessant, außergewöhnlich und ausführlich beschrieben. Einzig über die Osomis hätte ich gerne noch mehr gewusst, bisher wurden sie nur eher beiläufig eingebaut.
Der erste Band kommt mit einigen Höhepunkten, in der Spannung, Antworten auf dringende Fragen und noch schlimmere offene Rätsel hinterlassen werden.

Charaktere

Luctu ist ein sehr besonderer, schöner Charakter und außergewöhnlicher Protagonist. Er weißt sich nicht durch herausragende Talente hervor oder ist besonders mutig. Seine Taubheit ist seine große Schwäche und auch seine größte Stärke. Mich hatte der Junge verdammt schnell für sich eingenommen und ich wollte - und will - seinen Weg unbedingt weiter verfolgen. Mit seiner gutherzigen, klugen Art nahm er auch zahlreiche andere Charaktere nachvollziehbar für sich ein.

Seine Wegbeschreiter, Begleiter und Feinde sind zahlreich und sehr verschieden. Jeder trägt sein eigenes Päckchen mit sich und so sind sie abwechslungsreich und nicht langweilig. 

Wortgewand, bildlich und spannend, zieht der erste Band einen in seinen Bann. Doch besonders der Protagonist Luctu lässt einen so schnell nicht wieder los. Ich freu mich auf Band 2!
Manuel Hirner wurde 1993 im oberschwäbischen Biberach an der Riß geboren. Bereits im Kindesalter begann er seinen Lieblingsbüchern nachzueifern und eigene Geschichten zu schreiben, woraus rege und langjährige Aktivitäten in Schreibforen resultierten.
Nach einem Studium der pharmazeutischen Biotechnologie ist er neben der Schriftstellerei als Gitarrenlehrer und Musiker tätig.
©A. Fritz Verlag

Ein riesengroßes Dankeschön an
für das Rezensionsexemplar!

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