22.07.2020  

{Rezension} Anaqam - Die Schamanin von Cengiz Erbektas

                  Taschenbuch: 284 Seiten                     Verlag: Independently published (31. Mai 2020) 

                  Genre: Roman, Selbsterkentniss           ISBN: 978-8645588090

                  Preis: TB - 10,60 €, eBook - 3,99 €
  
Begeben Sie sich auf eine lebendige Reise voller Magie und Mysterien. Erfahren Sie aus den Augen des Erzählers, wie er in die Pflichten einer mysteriösen Frau mit besonderen Kenntnissen und Fähigkeiten tritt, und welche Weisheit und Einsichten sie für ihn bereithält, die mit Geld nicht erwerbbar sind. Lassen Sie es zu Ihrem persönlichen Wegbegleiter werden, aus dem Sie Mut schöpfen, um Ihren eigenen Lebenstraum zu verwirklichen.

»Deine Suche wird erst vorüber sein, wenn du deine Bestimmung erfüllst. Dann erst wird es dir gut gehen.«

Es war Mittag, als mein Onkel Purtas das Auto am Fuß des Berghanges infolge durchdrehender Räder in einen Graben parkte und andeutete, den restlichen Weg zu Fuß gehen zu müssen.

Vom Leben gefrustet, weiß der Erzähler nicht mehr weiter und gibt sich auf. Sein Onkel führt ihn zu einer Schamanin, um die Last von ihm zu nehmen, doch diese ungewöhnlichen Methoden scheinen für ihn nur wenig Sinn zu ergeben. Immer wieder überkommen ihn Zweifel und doch scheint er mit der Zeit zu heilen und mehr über sich zu erfahren.

Der namenlose Erzähler berichtet von seinem ernüchterten Leben, seinen Misserfolgen und seinen Selbstmordgedanken. Der Schreibstil ist flüssig und lässt viele Einblicke in die Gedanken des Protagonisten, dennoch war er etwas unnahbar durch seine Anonymität.
Die Schamanin Anqam unterweist den Erzähler in ihrer Art zu leben, ihren Traditionen und Heilmethoden, aber auch welche Kräfte und Geister es gibt, die die Menschen unbewusst beeinflussen. Besonders die Erläuterungen um die vier Pforten fand ich sehr interessant und war etwas traurig, dass nicht jede komplett behandelt wird.

Charaktere

Obwohl sehr anonym, konnte ich mich auch gut mit dem Protagonisten identifizieren, wenn es um die Schamanen, deren Glaube und Heilung ging. Er glaubt nicht an die Geister und Rituale und steht allem eher skeptisch gegenüber. Nur langsam und nach eigenen Erfahrungen legt er seine Zweifel ab. So nahm er mich, als ebenfalls zweifelnden Leser, an die Hand, was es einfacher machte den Geschehnissen zu folgen.

Die Geschichte kommt nicht mit großer Spannung oder einem Plottwist daher, nimmt den Leser aber mit auf eine interessante und entspannte Reise zu sich selbst und zeigt fremde Ansichten zu alltäglichen Problemen.
Ein riesengroßes Dankeschön an

Cengiz Erbektas

für das Rezensionsexemplar!

Keine Kommentare:

Kommentar posten