23.08.2017  

{Rezension} Morgentau - Die Auserwählte der Jahreszeiten von Jennifer Wolf

                 Taschenbuch: 272 Seiten                  Verlag: Carlsen Verlag (28. Juli 2016)

                 Genre: Jugendbuch                             ISBN: 978-3551315953

                 Preis: TB - 7,99 €, ebook - 3,99 €


                 Reihe: 1 von 4
    


Die Erde liegt unter einer dicken Schneedecke, Eis und Kälte herrschen überall. Nur noch ein kleiner Landfleck ist bewohnbar, wo die Erdgöttin Gaia die letzten ahnungslosen Menschen angesiedelt hat. Hier lebt auch Maya Jasmine Morgentau, eine der göttlichen Hüterinnen. Alle hundert Jahre wird unter ihnen eine Auserwählte dazu bestimmt, das Gleichgewicht der Natur aufrechtzuerhalten. Sie darf die vier besonderen Söhne der Gaia kennenlernen, den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Für einen muss sie sich entscheiden und sich ein Jahrhundert an ihn binden. Doch jeder der Söhne hat seine Stärken und Schwächen. Sollte Maya die Auserwählte werden, für wen würde sie ihr Leben hergeben?

Mein Name ist Maya Jasmine Morgentau und ich bin eine Hüterin der Gaia.

Alle hundert Jahre wird ein Mädchen aus dem Orden dazu auserkoren einen der vier Söhne der Gaia zu heiraten. Diese Halbgötter verkörpern die Jahreszeiten. Die junge Maya wird von der Göttin selbst ausgewählt und in ihre Welt gebracht. Dort trifft sie schon bald auf die Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten, doch einer zieht sie besonders in seinen Bann.

Die Protagonistin Maya erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht und lässt den Leser Einblicke in ihren Gedanken und Gefühle haben. Der Schreibstil war angenehm, wenn auch manchmal recht einfach gehalten.
Die gesamte Geschichte war überaus hinreißend und süß gestaltet, hatte aber auch traurige Höhepunkte. Sie wirkte auf mich wie ein Märchen. Zum Ende hin machte die Geschichte in wenigen Sätzen große Zeitsprünge. Dies war nicht unbedingt mein Fall und man hätte es sicherlich auch schöner lösen können.
Zu Beginn stellt Maya sich, den Orden und die Welt vor. So erfährt der Leser, dass hunderte Jahre vergangen sind, seit die Menschheit die Welt zu Grunde gerichtet hat. Autos, Flugzeuge, so etwas gibt es nun nicht mehr. Die wenigen Menschen , die überlebten, leben auf einem kleinen Flecken Erde, welchen Gaia für sie gereinigt und gesegnet hat, während der Rest der Welt unter einen schweren Schneedecke ruht und heilt.

Charaktere

Die junge Protagonistin Maya wuchs im Orden der Hüterinnen auf, umgeben von Frauen allen Alters, die täglich zur Muttergöttin Gaia beten. Männer gab es dort keine, wodurch sie auch keine Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht sammeln konnte. Sie wollte nie die Auserwählte werden und war nicht nur glücklich durch diese Ehre. Sie war mir auf die Dauer etwas zu unbeholfen und unsicher, ansonsten gefiel mir ihr Charakter aber sehr gut.

Die vier Brüder spiegelten die Jahreszeiten gut wieder. Aviv, der Frühling, war zu Anfang etwas schüchtern und öffnete sich von Zeit zu Zeit mehr. Sol, der Sommer, glänzte durch eine offene, fast schon aufdringliche Art, während Jesien, der Herbst, vertraulich und entspannend wirkte. Nevis, der Winter, war zurückhaltend, immer eine schützende Mauer um sich.

Schönes Buch für zwischendurch, besonders für Märchenfans ein kleiner Genuss.


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Kommentare:

  1. Hey Denise,
    das Buch liegt bei mir auch auf dem SuB, denn ich habe bereits 3 Bücher von Jennifer Wolf gelesen, die mir sehr gefallen haben. Hast du die Reihe weiter verfolgt, oder bist du bei Band 1 hängen geblieben?
    LG
    Yvonne

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    1. Huhu :)
      Ich hab bisher nur den ersten Band gelesen, die Folgebände sind bei mir noch nicht eingezogen. Ich wollte den zweiten Band der Reihe aber schon noch lesen. Nur wann ist die Frage :D
      Liebe Grüße
      Denise

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