23.07.2016  

Die unsichtbare Bibliothek - Genevieve Cogman


Originaltitel: The invisible libary

Taschenbuch: 426 Seiten

Verlag: Bastei Lübbe (10.12.2015)

Genre: Fantasy

ISBN-13: 978-3404207862

Preis: 14,99 €





>>"Was ein Mensch bewirken kann, vermag ein anderer zunichte zumachen."<< Seite 224


Die unsichtbare Bibliothek - ein Ort jenseits von Raum und Zeit und ein Tor zu den unterschiedlichsten Welten. Hier werden einzigartige Bücher gesammelt und erforscht, nachdem Bibliothekare im Außendienst sie beschafft haben. Irene Winters ist eine von ihnen. Ihr aktueller Auftrag führt sie in ein viktorianisches London, wo eine seltene Version der Grimm'schen Märchen aufgetaucht ist. Doch was als einfacher Einsatz beginnt, wird nur allzu schnell ein tödliches Abenteuer, denn Irene ist nicht die Einzige, die hinter dem Buch her ist. Und die anderen Interessenten gehen über Leichen, um zu bekommen, was sie wollen...

Zu Beginn treffen wir auf Irene, die im Begriff ist, ein Buch aus einer der obig genannten Parallelwelten zu sammeln und zurück zur Bibliothek zu bringen. Man erfährt etwas darüber, wie die Einsätze in den verschiedenen Welten meist ablaufen und über welche Fähigkeiten die sogenannten Bibliothekare verfügen. Jedenfalls ein wenig. Nach einem kurzen Geschehen in der Parallelwelt befindet sich Irene wieder in der unsichtbaren Bibliothek und erhält promt einen neuen Auftrag und dazu einen frischgebackenen Lehrling an ihre Seite. Zusammen machen Irene und ihr Lehrling Kai sich auf in die nächste Welt.

Das Cover ist wirklich hübsch und sehr gelungen. Das pergamentartige Aussehen gefällt mir wirklich gut und passt auch zum Inhalt des Buches. Der Aufbau innen war soweit auch in Ordnung, wobei das hervorheben bestimmter Wörter, indem sie in bold waren, sehr unnötig und vor allem zu oft war. In einem Buch, indem ein Wort besonders häufig benutzt wird, gerade dieses dann auch noch in bold dort hervorgehoben wird, ist irgendwie nicht gerade vorteilhaft. Ich fand diesen gestalterischen Akzent doch als sehr störend und lästig.
Der Schreibstil ist flüssig, wenn ich auch ab und an ein paar Sätze doppelt lesen musste, weil der Satzbau etwas unkonventionell war. Dies störte aber nicht weiter. Geschrieben ist es aus der Sicht eines Erzählers. Für Leute mit einem geringen Wortschatz könnte es unter Umständen hart zu lesen sein. Einerseits passt es natürlich zum Thema Bibliothek, andererseits sollte ein Buch schon verständlich für die Leser sein. Mir ist immer mal wieder aufgefallen, das Wörter zum beschreiben einer Situation benutzt wurden, die in dem heutigen Sprachgebrauch selten auftauchen. Wobei so manch älteres Wort wirklich schöner ist und ich es nicht nachvollziehen kann. 
Zwischendurch bin ich über einige Ungereimtheiten gestoßen. Ein und derselbe Charakter verneint eine Tatsache, in der nächsten Minute ist dies dann doch passiert. Und das alles passiert vor ein und den selben Personen. Es sollte schon einmal vorher überprüft werden, ob man sich nicht irgendwo widerspricht, in den Aussagen der Charaktere. Ebenso schwierig fand ich die "Sprache", die den Bibliothekaren als Fähigkeit dient. Erst nach einigen Einsätzen der "Sprache" bin ich wirklich dahinter gestiegen, wie diese funktioniert und für was sie zu gebrauchen ist. Die Erklärung am Anfang hat nicht wirklich zum Verständnis beigetragen.
Die Charaktere waren für mich nicht wirklich besonders, im Gegenteil, sie waren sehr trocken und öde. Besonders auf Irene und Kai traf dies zu. Die Beziehung zwischen den Beiden ist nach so wenig Zeit, die sie zusammen verbracht haben etwas unnormal, zumal sie doch sehr unterschiedlich vom Wesen sind. Da gab es so manch verworrenes Gespräch zwischen den Zweien, welches mich dazu brachte, das Buch erst einmal wieder zur Seite zu legen. 

Ich hatte mir eindeutig mehr von dem Buch erhofft. Die Idee fand ich prima, die Umsetzung dagegen eher schwach. Die Charaktere haben mir nicht wirklich Spaß gemacht. Einige Passagen waren ganz gut, aber leider viel zu kurz. Die Gespräche zwischen den Charakteren dagegen ziemlich langatmig. Ich hätte mich über mehr Taten dieser mehr gefreut. Deshalb gibt es nur 



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